Was wir als spirituellen Aufstieg wahrnehmen, als wären wir Stockwerke im Hochhaus der Weisheit emporgestiegen, sind meist eher verschiedene Punkte auf einer flachen Landkarte die wir besucht haben und bringen uns kaum oder zu langsam ins Penthouse der Weisheit, wo (die Person) Erleuchtung lebt.
Diese Orte auf der Landkarte sind ein Buch das ich eben gelesen habe, ein Seminar, ein Workshop, ein Retreat das ich besucht, ein „besonderer“ Mensch dem ich begegnet bin. Es bringt etwas in mir zum leuchten, für kurze Zeit, Wochen oder Monate und dann verblasst es immer mehr.
Aber warum ist das so?
In meiner Wahrnehmung ist es dann so, verblasst dann, wenn dem keine eigene Anstrengung voran ging und es an Disziplin fehlt mental klar zu bleiben, klarer zu sein – als steter Prozess der Arbeit an sich selbst.
Die Erkenntnis darüber das man keinen Stock, sondern bestenfalls ein paar Stufen im Hochhaus der Weisheit erklomm ist gut und wichtig. Wie der emotionale Zustand eines depressiven Menschen, dessen Energielosigkeit der Wunsch nach Energie innewohnt, der Wunsch sich besser zu fühlen.
Ich glaube daran das es so ist wie Sri Aurobindo schreibt:
… daß die Entwicklung der Menschheit, jenseits jeder konfessionellen und dogmatischen Bindung zur Lösung aller Probleme im Geistigen und Göttlichen führt, dem höchsten Ziel der Selbstverwirklichung des einzelnen und der Gesellschaft. Daß dieses Ziel für die Menschheit nicht unerreichbar ist, sondern daß es aller bisherigen Entwicklung erst ihren tieferen Sinn zu geben vermag, erhellt sich aus der völlig neuen und eigenartigen Deutung, die Sri Aurobindo den verflossenen Zeitaltern zu geben weiß.“


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